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We Are Serenades - Criminal Heaven

We Are Serenades - Criminal Heaven

Interscope / Universal
VÖ: 18.05.2012

Unsere Bewertung: 5/10

Eure Ø-Bewertung: 6/10

Deine Stimme zählt

Ein seltsames Paar

Da haben sich aber zwei gefunden: In ihrer Heimat Schweden sind Adam Olenius von Shout Out Louds und Markus Krunegård von Laakso so was wie Superstars. Die Alben ihrer Bands gehen weg wie warme Semmeln, angehende Musiker wollen sein wie sie, und als Songwriter gehören sie zu den besten ihres Landes. Gar keine schlechte Idee also, auch mal gemeinsam zu musizieren. Das Konzept hinter We Are Serenades und dem nun erscheinenden Album "Criminal Heaven" entstand dabei vor allem am Telefon, ebenso wie die Songs. Aufgenommen haben sie es schließlich innerhalb von zwei Monaten. Klingt skurril? Mag sein. Das ist von den beiden aber auch beabsichtigt.

Der Gedanke war, alles in brüderlicher Gemeinschaft zu machen. Als Frontmänner eher alleine im Scheinwerferlicht, sollten We Are Serenades vor allem als Duo wahrgenommen werden. Kein Wunder also, dass der Opener "All the words" dabei betont ausdrucksstark beginnt: zweistimmiger Gesang, ineinander verschwurbelte Melodien - bis der Song schließlich abrupt endet und in einen weiteren übergeht, der nur noch stellenweise mit dem ursprünglichen Produkt zusammenpasst. Auf "Criminal Heaven" probieren sich die beiden aus, testen verschiedene Soundelemente und sind immer auf der Suche nach dem nächsten bombastischen Popsong. Das klappt meistens ganz gut, kann aber auch in die falsche Richtung schlagen: So wartet man beim frühlingshaften "Earthquakes" stets, dass endlich was passiert, bis der Song schließlich einfach endet. So schnell kann es manchmal eben auch gehen.

Aber natürlich sind Olenius und Krunegård Profis ihres Fachs. Der Titeltrack wandelt auf den Spuren von Simon & Garfunkel in der heutigen Zeit, während das melancholische "Daydreaming" vor allem deshalb so gut funktioniert, weil sich zu den beiden Männern noch eine weibliche Stimme gesellt. Die Tanzschuhe rausholen kann bei "You make it easy on me", wenn man sich an die Calypso-artige Melodie gewöhnen sollte, während man in den ersten Tönen vom Schlusslicht "Walking home" eigentlich den großen Pomp erwartet, der dann schließlich doch ausbleibt. Das eigentliche Highlight des Albums, das aufgekratzte "Birds", kommt leider viel zu früh und ist in den letzten Zügen von "Criminal Heaven" fast schon vergessen. Schade eigentlich, aber bei We Are Serenades wäre es teilweise besser gewesen, man hätte sich auch vor den Aufnahmen mal getroffen - oder wäre gleich bei Shout Out Louds und Laakso geblieben.

(Jennifer Depner)

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Highlights

  • Birds
  • Criminal Heaven

Tracklist

  1. All the words
  2. Birds
  3. Come home
  4. Daydreaming
  5. Oceans
  6. Weapons
  7. Criminal Heaven
  8. Earthquakes
  9. You make it easy on me
  10. Walking home

Gesamtspielzeit: 33:23 min.