Archivsuche

Listen

Suche bei Amazon

Partnerangebote



skyscraper_free_trial


Mein BASE


www.titus.de

eXTReMe Tracker

The Dandy Warhols - This machine

The Dandy Warhols - This machine

Naïve / Indigo
VÖ: 27.04.2012

Unsere Bewertung: 6/10

Eure Ø-Bewertung: 8/10

Deine Stimme zählt

Querfeldein

Auf den ersten Blick weiß man wirklich nicht, was man von diesem Artwork halten soll. Eine Art Greifvogel, ein Geweih, jede Menge Gestrüpp und eine herrenlose Gitarre bestimmen die auf dem Albumcover inszenierte Unterholzidylle. Erst beim genaueren Hinsehen wird ersichtlich, dass man es mit den Dandy Warhols zu tun hat. Genauer gesagt mit "This machine", dem mittlerweile achten Studiowerk des Quartetts aus dem Nordwesten der USA. Man muss jedoch auch kein großer Prophet sein, um vorherzusagen, dass "This machine" weder - wie vor gut einem Jahrzehnt "Bohemian like you" - in irgendeinem Werbespot vorkommen, noch in sonstiger Art und Weise für Furore sorgen wird.

Denn genauso verwachsen und durcheinander wie das Gehölz des Cover-Artworks entpuppt sich das neue Liedgut auch. Scheinbar ohne Ziel und roten Faden wabern, pluckern und rocken die Songs vor sich hin und wissen dabei nach und nach doch irgendwie zu gefallen. Äußerst zurückgelehnt und unaufgeregt eröffnet ein basslastiges "Sad vacation" den Reigen eines psychedelisch geprägten Sammelsuriums. In ähnlicher Furztrockenheit folgt "The autumn carnival", das von Sänger Courtney Taylor-Taylor nahezu geflüstert und von einem zum Mitnicken verführenden Rhythmus getragen wird. Nichtsdestotrotz weiß der Zuhörer nicht so recht, wo er steht. Folgt in den nächsten Sekunden der Ausbruch? Nein, er folgt nicht. Macht aber auch nichts. Dafür lassen dann ein teilweise an Iggy Pop erinnerndes "Enjoy yourself" und das gesanglose "Alternative power to the people" in Form eines spacig und krautig anmutenden Trips Aufhorchen. Was das soll? Keine Ahnung.

Damit haben die Dandy Warhols das letzte Stilmittel aber noch lange nicht gezogen. Immerhin tummeln sich auf "This machine" noch die schnöde, leicht langweilige Akustiknummer "Well they're gone", das britpoppig und weltumarmende "Rest your head", recht nervige "16 tons", der hippieske Sechsminüter "Don't shoot she cried" und das für diese Band beinahe schon fröhlich und vergnügt anmutende "I am free". Soweit okay. Mit einem roten Faden und Struktur wäre hier jedoch auch etwas richtig Greifbares möglich gewesen. Solange muss der Greifvogel auf dem Cover den Überblick behalten.

(Jochen Gedwien)

Bestellen/anhören bei Amazon

Highlights

  • The autumn carnival
  • Rest your head
  • I am free

Tracklist

  1. Sad vacation
  2. The autumn carnival
  3. Enjoy yourself
  4. Alternative power to the people
  5. Well they're gone
  6. Rest your head
  7. 16 tons
  8. I am free
  9. Set vs. the wow! signal
  10. Don't shoot she cried
  11. Slide

Gesamtspielzeit: 43:10 min.

Threads im Plattentests.de-Forum