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Biffy Clyro - Revolutions // Live At Wembley

Biffy Clyro - Revolutions // Live At Wembley

14th Floor / Warner
VÖ: 24.06.2011

Unsere Bewertung: 6/10

Eure Ø-Bewertung: 8/10

Deine Stimme zählt

Fehlende Teile

Der Moment, in dem Deine ehemalige Lieblingsband endgültig den Bach runtergeht, ist nicht unbedingt gekommen, wenn die Single im öffentlich-rechtlichen Radio zwischen den Staumeldungen gespielt wird. Und auch nicht, wenn der Hipster-Freund Deiner kleinen Schwester das Video auf Facebook postet. Nein, mit Deiner Lieblingsband ist es vorbei, wenn sie ein überdimensioniertes Livekonzert spielt und hinterher Aufnahmen davon mit erschreckend perfektem Sound und völlig übertriebenem Bildschnitt verkauft. Heißt das nun, dass Biffy Clyro gerade die letzte Schippe Erde aus ihrem selbst gebuddelten Grab geschaufelt haben?

Der eine oder andere Fan der ersten Stunde wird beim Blick auf die Songauswahl etwas den Mund verziehen, denn "Puzzle" und "Only revolutions" sind auf "Revolutions // Live at Wembley" stark überproportional vertreten. Aber Biffy Clyro haben sich den Erfolg auch hart erarbeitet. Natürlich sind sie zugänglicher und massentauglicher geworden, aber gleichzeitig gab es auf den unzähligen Singles der vergangenen Jahre Dutzende Non-Album-Songs. Und die beweisen, wie kreativ und abwechslungsreich ihr Songwriting immer noch ist, auch wenn nicht mehr der Post-Hardcore der früheren Alben, sondern Alternative Rock und zweifellos auch Pop im Mittelpunkt stehen.

Auf "Revolutions // Live at Wembley" finden sich also größtenteils Hits sowie einige eingestreute Klassiker wie "57" vom Debüt oder "All the way down; prologue / chapter 1" vom zweiten Album. Und auf der großen Bühne der Rockshow nebst agilem Musikvideo-Schnitt auf der beiliegenden DVD funktionieren Songs wie "The captain", "Whorses" oder das vertrackt beginnende "Living is a problem because everything dies" ganz wunderbar, zumal die Band ist spielerisch bei 150 Prozent liegt. Die beiden Johnston-Brüder spielen wie ein Uhrwerk, Simon Neil holt aus seiner Stimme alles heraus, und mit zusätzlicher Gitarrenunterstützung von Ex-Oceansize-Frontmann Mike Vennart ist der Gesamtsound geradezu bombastisch.

Dass dann doch nicht alles eitel Sonnenschein ist, liegt an etwas anderem: der Entscheidung, das Konzert sowohl im Audioteil als auch auf der beiliegenden DVD so zu kürzen, dass es auf eine einzige CD passt. Bei 80 Minuten ist in der Standardversion also Schluss, und der komplette Auftritt ist lediglich per iTunes oder als limitierte 2CD/DVD-Ausgabe erhältlich. Und dieser Mehrwert ist beträchtlich: Statt 19 finden sich dann nämlich stattliche 25 Songs auf der Setlist. Und zu den zusätzlichen Stücken zählen zudem mit "Joy.discovery.invention" und "Justboy" zwei der besten Songs von "Blackened sky" sowie "There’s no such thing as jaggy snake", eines der zentralen Wunderwerke von "Infinity land". Und ungeachtet der vielen Livequalitäten, die all die Hits und Singles der vergangenen beiden Alben versammeln, hinterlässt diese Beschneidung dann doch zu Recht einen schalen Nachgeschmack. Vor allem, weil es zumindest auf der DVD überhaupt keinen Grund dafür gibt. Den Bach runter gehen Biffy Clyro deswegen aber noch lange nicht.

(Maik Maerten)

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Highlights

  • Whorses
  • All the way down; prologue / chapter 1
  • Many of horror
  • Glitter and trauma

Tracklist

  • CD 1
    1. The captain
    2. Booooom, blast & ruin
    3. 57
    4. Bubbles
    5. Born on a horse
    6. God & Satan
    7. Whorses
    8. All the way down; prologue / chapter 1
    9. That golden rule
    10. Living is a problem because everything dies
    11. Shock shock
    12. Folding stars
    13. Diary of always
    14. Machines
    15. Who's got a match
    16. Saturday superhouse
    17. Many of horror
    18. Glitter and trauma
    19. Mountains
  • DVD 1
    1. Intro
    2. The captain
    3. Booooom, blast & ruin
    4. 57
    5. Bubbles
    6. Born on a horse
    7. God & Satan
    8. Whorses
    9. All the way down; prologue / chapter 1
    10. That golden rule
    11. Living is a problem because everything dies
    12. Shock shock
    13. Folding stars
    14. Diary of always
    15. Machines
    16. Who's got a match
    17. Saturday superhouse
    18. Many of horror
    19. Glitter and trauma
    20. Mountains
    21. Only reflections (live from T in the Park)
    22. Track by track band commentary

Gesamtspielzeit: 196:20 min.

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