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Peter Bjorn And John - Gimme some

Peter Bjorn And John - Gimme some

Cooking Vinyl / Indigo
VÖ: 25.03.2011

Unsere Bewertung: 7/10

Eure Ø-Bewertung: 7/10

Deine Stimme zählt

Die Rückkehr der Zurückgeher

Sind wir mal ehrlich: So wirklich toll war "Living thing", das letzte Album von Peter Bjorn And John, nicht. Klar hatte es bestimmt auch seine guten Momente - aber die galt es zu suchen. Irgendwo zwischen wirren Soundfetzen und arg zerschrobenen Melodien. Trotzdem haben es die Schweden mit ihrem fünften Album vor lauter Experimentierfreude geschafft, ein sperriges Hörerlebnis zu schaffen, gar eine Soundmauer aufzubauen, die zu erklimmen fast zu hoch war. Da klang verschütteter Tee schon origineller. Aber wir wollen ja nicht nur schimpfen, gerne geben wir dem sonst doch sehr lieb gewonnenen Trio noch eine Chance. Und die fordern sie ein, mit "Gimme some" und, oha!, Ihrer Rückkehr zu poppigen, offenen Melodien!

Es ist ja nicht so, dass nur das zuletzt gefehlt hätte. Dennoch tut es gut zu wissen, dass Peter Bjorn And John im Jahr 2011 einen geradezu klassischen Opener gewählt haben. "Tomorrow has to wait" startet mit einem Gitarrenriff, kurz bevor das stampfende Schlagzeug und der zum Mitsingen animierende Chor die Zeile "I don't think that you are sorry for what you did" anstimmt, die sich anschließend durch den gesamten Song zieht, vorbei am paradeartigen Refrain, hinweggleitend über den ruhiger werdenen Mittelteil, der doch nur Anlauf nimmt - und mit einem wortwörtlichen Trommelwirbel beginnt. Weiter geht's mit "Dig a little deeper". Man kann den Herren ja viel vorwerfen, nicht aber, dass sie sich ihrer Wirkung vor allem auf Live-Konzerten nicht bewusst wären. So ist der zweite Track (nicht nur) dank seiner wiederkehrenden "Oh-os's" jetzt schon ein Favorit in den Konzerthallen bei der nächsten Tour. Auch hier wird ein Augenmerk auf klare Melodien und Instrumentierungen gelegt, sodass die Riffs sich mit dem stakkatoartig spielenden Drums von John Eriksson abwechseln und für ein ebenes Bild sorgen.

Manchmal muss man eben einen Schritt zurückgehen, um nach vorne zu gelangen. Mit der Oma-Weisheit des Tages im Ohr geht es dann dank "May seem macabre" zurück in die Achtziger. Die Bassline sorgt bereits nach wenigen Sekunden für einen hartnäckigen Ohrwurm, während man beim Hören kaum umhin kommen dürfte, an die ebenfalls schwedigen Kollegen von den Shout Out Louds zu denken, die das typische Eighties-Gefühl in den meisten ihrer Songs ja quasi perfektioniert haben. Aber auch Peter Bjorn And John gelingt die Zeitreise bestens, und nicht nur das: Auch Songs wie "Eyes" und "Down like me" sind versteckte Hits, die erst beim zweiten Hören die Oberhand gewinnen dürften. Da fällt die Antwort zum Schluss auf "I know you don't love me" mehr als leicht: Doch, Peter, Bjorn, und natürlich auch John - wir lieben Euch alle drei. Jetzt wieder.

(Jennifer Depner)

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Highlights

  • Tomorrow has to wait
  • Dig a little deeper
  • Eyes
  • I know you don't love me

Tracklist

  1. Tomorrow has to wait
  2. Dig a little deeper
  3. Second chance
  4. Eyes
  5. Breaker, breaker
  6. May seem macabre
  7. (Don't let them) Cool off
  8. Black book
  9. Down like me
  10. Lies
  11. I know you don't love me

Gesamtspielzeit: 37:17 min.

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