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Minus The Bear - Omni

Minus The Bear - Omni

Dangerbird / V2 / Cooperative / Universal
VÖ: 27.08.2010

Unsere Bewertung: 7/10

Eure Ø-Bewertung: 8/10

Deine Stimme zählt

Besonderer Dank

Minus The Bear sind dankbar. Dankbar für die Möglichkeit, Musik machen zu können. Dankbar für jede neue Platte, die sie aufnehmen dürfen. Und - vor allem - dankbar für ihre Fans, die ihre Musik lieben und Showbesuch an Showbesuch reihen. Gitarrist Dave Knudson erklärte diesbezüglich unlängst und sichtlich ergriffen: "I think about it every day, I think about how fuckin' lucky we are." Das ist doch mal eine hübsche, erfreulich klischeefreie und unpathetische Hommage - die überdies zur Musik von Minus The Bear passt wie sonst nur die flache Hand zum freundschaftlichen Schulterklopfen.

Nun muss und wird man es Knudson kaum gleichtun und rund um die Uhr ausschließlich an ihn und seine Indie-Math-Popper aus Seattle denken. Doch einmal am Tag kann man schon auf den Gedanken verfallen, einen Song von Minus The Bear durch die Hirnwindungen rotieren zu lassen. Etwa "Excuses" mit seinen über die Saiten perlenden, delayten Gitarren. Oder "The thief", das in all seinem Funk das Kopfnicken nie vergisst. Und so einige mehr von jenen, die ihr mittlerweile viertes Album "Omni" bevölkern.

Jake Sniders Gesang ist hier ebenso ein Geschenk wie die bis in die allerkleinsten Songecken ausgefeilte Güte von "Dayglow Vista Rd." und vor allem "Secret country". Das nicht minder verspielte "Into the mirror" schnappt sich Visqueens Rachel Flotard für das stimmliche Sentiment. Und selbst wenn "Omni" mit ungewohnt zackigen Keyboardklängen einsteigt, bei denen die Gitarren gar nicht wissen, was genau sie jetzt eigentlich noch beisteuern sollen, wah-wahen sie halt ab der zweiten Strophe schüchtern durch den Hintergrund. Woraufhin sich sich "My time" durch einen gewohnt funky aufgemunterten Harmoniereigen schunkelt, dem Keyboard, Stimme, Bass und Schlagzeug ausnahmsweise gut genug sind.

Ansonsten aber besteht die Größe von Minus The Bear nach wie vor aus der Eleganz, mit der sie verschiedene Aggregatzustände in ihre Musik einbinden. Hier mischen sich Spielfreude mit durchdachten Arrangements, ein klarer, beinahe unterkühlter Sound mit gefühlvoller Wärme und Eifer mit Gelassenheit. Proggende Gitarrenschleifen treffen auf ungemein rund und flüssig dahinhüpfende Beats und Bassläufe. Und erneut ist es Sniders Stimme, die als pars pro toto all diese Ebenen in sich vereint.

In der Folge präsentieren Minus The Bear simple Strophenparts mit einer Ausgeglichenheit, dass der Hörer ihnen gut und gerne stundenlang beim unbeirrten Weiterhoppeln lauschen könnte. Gottseidank ist die Band in dieser Hinsicht anders gestrickt als ihr Publikum. Ausruhen ist für sie nie eine Option. So gesellt sich stets eine innere Unruhe in die Gemütlichkeit, die alles erst so schön verdichtet. "Omni" beweist mit seiner im Vergleich zum Vorgänger bestenfalls angedeuteten Weiterentwicklung, dass es Grund genug gibt, um einfach fortzufahren - sowie, natürlich, dankbar zu sein.

(Tobias Hinrichs)

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Highlights

  • Secret country
  • Excuses
  • The thief
  • Dayglow Vista Rd.

Tracklist

  1. My time
  2. Summer angel
  3. Secret country
  4. Hold me down
  5. Excuses
  6. The thief
  7. Into the mirror
  8. Animal backwards
  9. Dayglow Vista Rd.
  10. Fooled by the night

Gesamtspielzeit: 49:37 min.

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