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The Sunshine Underground - Nobody's coming to save you

The Sunshine Underground - Nobody's coming to save you

City Rockers / EMI
VÖ: 25.06.2010

Unsere Bewertung: 7/10

Eure Ø-Bewertung: 8/10

Deine Stimme zählt

Keine Fragen mehr

Verbotene Fragen gehören sich nicht. Bei The Sunshine Underground aus Leeds ist es aber durchaus legitim zu fragen: "Gibt es die immer noch?" und "Klingen die noch immer so nervös und hibbelig wie einst?" Für eine kleine britische Band aus der zweiten Reihe ist es nämlich bemerkenswert, dass der Nachfolger zu "Raise the alarm" erst nach vier Jahren erscheint und einen ziemlich frischen Eindruck hinterlässt, obwohl sich nicht allzu viel verändert hat. Das nächste große Ding sind sie bekanntlich nicht geworden, weil die Konkurrenz mit Bloc Party und Maximo Park übermächtig war, doch The Sunshine Underground sorgten und sorgen auch mit "Nobody's coming to save you" für gehobene Qualität im Hintergrund des Hype-Trubels. Und mal ehrlich: Freuen sich nicht ein paar von Euch, dass man sie fürs zweite Album schön in Ruhe gelassen hat?

Aber noch ist nicht aller Tage Abend. Die neuen Songs etwa sind im Vergleich zum Vorgänger noch etwas aufdringlicher und rotznasiger geworden - ein Verdienst von Produzent Simon Barnicott, der auch schon Franz Ferdinand und Arctic Monkeys abgemischt hat. Die ersten beiden Singles "Spell it out" und "We've always been your friends" starten auf hohem Niveau und lassen sogar ganz Großes von diesem Album erwarten. Erstere bläst den Hörer mit enormer Dynamik und unbändigen Percussions weg, letztere ist ein Ohrwurm vor dem Herrn, der sich aber erst im Zusammenspiel von Craig Wellingtons Vocals und den energetischen Gitarreneinsätzen von Stuart Jones entfaltet. Und somit das Debüt locker übertrifft und die lange Wartezeit flugs vergessen lässt.

Beweise für den unbändigen Willen und das Durchhaltevermögen der Band nach der langen Unterbrechung finden sich nicht nur in musikalischer Hinsicht, sondern auch in den Texten. Das balladeske "Any minute now" etwa zeigt, dass es irgendwo da draußen immer Gründe zum Weitermachen gibt: "And wait no more / I can't wait any more / Just show me what I'm here for". Auch wenn hier wahrscheinlich nicht das Album, sondern eine Frau gemeint sein wird. Aber sei's drum. Und so wechseln The Sunshine Underground bis zum Ende ständig zwischen Strophe und Refrain, schwelgerischer Ruhe und lautem Geschrei hin und her, ohne dass das einem wirklich bewusst wird - dazu reißt der Sog von "Nobody's coming to save you" einfach zu sehr mit. Bis ganz zum Schluss sogar "The messiah" kommt. Kann man das glauben? Man kann. Und hat danach keine Fragen mehr.

(Carsten Rehbein)

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Highlights

  • Spell it out
  • We've always been your friends
  • A warning sign

Tracklist

  1. Coming to save you
  2. Spell it out
  3. We've always been your friends
  4. In your arms
  5. A warning sign
  6. Change your mind
  7. Any minute now
  8. Here it comes
  9. One by one
  10. The messiah

Gesamtspielzeit: 43:47 min.

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