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The Donnas - Greatest hits Vol. 16

The Donnas - Greatest hits Vol. 16

Purple Feather / Cargo
VÖ: 07.08.2009

Unsere Bewertung: 5/10

Eure Ø-Bewertung: 5/10

Deine Stimme zählt

Jungbrunnen

Die meisten Frauen sollte man besser nicht nach ihrem Alter fragen. The Donnas, die knuffigen vier mit der Sängerin, die genauso heißt wie der einstige Suede-Frontmann, sind da anders. "The Donnas turn 21", ließen sie etwa auf einer früheren Platte verlauten und feierten, endlich legal Bier saufen und richtige Kicks erleben zu können - und Chicks sind sie ja praktischerweise selbst, was wiederum den Boys gefiel. Genauso wie der unschwer verständliche Hau-Ruck’n’Roll, den die Mädels seit sieben Studioalben unters Volk bringen. Und das so erfolgreich, dass nun eine Art halbe Best Of ins Haus steht, deren Titel den Hinweis darauf enthält, dass es die Band schon ziemlich lange gibt. Genauso gut könnte er aber auch aussagen, dass die vier immer jünger anstatt älter werden und inzwischen wieder Teenager sind. Keine ganz undenkbare Option bei den vorliegenden - ja, genau - 16 Songs.

Denn auch wenn eine Veröffentlichung wie diese irgendwie den Mechanismen des Business Folge leistet, ist es natürlich viel zu langweilig, einfach die subjektiv besten Momente der Bandgeschichte in den Mixer zu werfen, wenn man so viele Hummeln im Hintern hat wie The Donnas. Hier gibt es allenfalls die offensichtlichsten Highlights und ansonsten frisch eingerockte Versionen, vergriffene B-Seiten, frühe Jugendsünden und sogar ein paar neue Songs. Wie das eröffnende "Get off", das die Marschroute vorgibt. Catchiness allüberall, Riffdonnerwetter, frenetisches Backgroundjohlen - alles hier schreit nach Bier, Party und zu später Stunde auch nach Rücksitzen, Hauseingängen und Discoklos. Egal, ob ein Stück wie das andere klingt und man dieses Album auch kennt, ohne es zu kennen. Die weiblichen Ramones 30 Jahre später sozusagen - nur dass The Donnas eine nennenswerte Produktion, einen umwerfenden Charme und noch ein Paar Dinge ihr Eigen nennen, die die New Yorker eben nicht besaßen.

"Greatest Hits Vol. 16" ist aber vor allem eins: eine bunte Spielwiese, auf der Power und Spaß an der Spielfreude mittelfristig vor Abwechslung und Substanz gehen. The Donnas strapazieren das ohnehin simple Strickmuster ihrer Songs bis zum Äußersten und lassen pausenlos niedliche, aber auch oft tolldreist platte Slogans vom Stapel, in denen den Begriffen "Boy", "Girl" oder "Baby" eine Schlüsselrolle zukommt. "You can play my game / If you just tell me your name." Wenn's weiter nichts ist. "Come on come on, I wanna get you alone / I wanna have you all on my own." Bitte sehr, bitte gern. Und so rockt und rollt sich das Quartett auch mit Anfang 30 durch seine chromglänzende Highschool-Welt, freut sich auf die Ferien, neidet der Freundin ihren Freund - und serviert als Nachtisch noch ein paar alte Pappschachtel-Einminüter in Demotape-Qualität. Böse kann und will man ihnen dafür nicht sein. Sondern feiert lieber lautstark mit, auch wenn der Jungbrunnen spätestens am nächsten Morgen nicht mehr sprudelt. Und darum ist jetzt bitte erst einmal Ruhe im Karton. Man kann nämlich nicht immer 16 sein. Ab und zu reicht vollkommen.

(Thomas Pilgrim)

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Highlights

  • Get off
  • She's out of control
  • Take it off (live)
  • Fall behind me (live)

Tracklist

  1. Get off
  2. Perfect stranger
  3. We own the night
  4. She's out of control
  5. Take it off (live)
  6. Fall behind me (live)
  7. Get you alone
  8. Play my game
  9. You make me hot
  10. Get rid of that girl
  11. Hey I'm gonna be your girl
  12. I wanna be with a girl like you
  13. I don't want to go to school
  14. Teenage rules
  15. I don't wanna break your head
  16. High school yum

Gesamtspielzeit: 38:06 min.

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