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El Perro Del Mar - From the valley to the stars

El Perro Del Mar - From the valley to the stars

Memphis / Cooperative / Universal
VÖ: 06.06.2008

Unsere Bewertung: 5/10

Eure Ø-Bewertung: 6/10

Deine Stimme zählt

Miss Sixty

Dunkel ist die Nacht, regnerisch, kalt, windig. Ein gutaussehender Mann mit attraktivem Gesichtspelz und durch die Finsternis leuchtenden blauen Augen läuft die Straße entlang, nachdem sein Auto auf wundersame Weise einfach stehengeblieben ist. Ein schwerer Schicksalsschlag zerrt an seinen Nerven, er reibt sich die Schläfe und blickt ungewiss in die Zukunft. Das Bild verdunkelt sich, ein Piano fängt leise zu spielen an, eine zerbrechliche Frauenstimme besingt die Hoffnung, die Liebe, das damit verbundene Auf und Ab und das Leben. So oder so ähnlich könnte ein Augenblick aussehen, den man sich wünscht, wenn man zum ersten Mal auf El Perro Del Mar aufmerksam wird. Im Aufzug? Nein, das verschwindet so schnell aus dem Kopf wie Bruce Darnell aus dem Ersten. Bei einem gemütlichen Abend mit Freunden? Auch nicht, da wird zu viel gequatscht, um auf die Details achten zu können. Nein, für diese Dame muss man sich Zeit nehmen, keine Frage.

Denn auf dem Nachfolger des selbstbetitelten Debüts von 2006 geht es noch ruhiger zur Sache. 16 Songs präsentieren sich hier im 60er-Jahre-Gewand, mal mit einer gepfiffenen Melodie wie bei "Glory to the world" - oder auch völlig ohne Gesang wie in "Inside the golden egg". Frau Assbrings Talent lag auf ihrer ersten Platte vor allem darin, ihre Lieder mit einfachen Mitteln zu wahren Kunstwerken zu erheben, bevor sie in Langeweile versinken konnten. Leider gelingt ihr das zwei Jahre später nicht immer, und so zieht sich "To give love" trotz seiner ohnehin mageren 2:28 Minuten ins schier endlose Verlangen nach Abwechslung. Die findet sich auf "From the valley to the stars" aber kaum. War das erste Album noch so angenehm aufregend, weil es eben so zurückhaltend war, läuft der Nachfolger nun ständig Gefahr, es nicht mehr über den nächsten Hügel zu schaffen.

Zumindest "Somebody's baby" reißt den Hörer dann doch noch mit. Es ist der neunte Song, endlich, der zu munterem Kopfnicken, Fußzucken und Fingerschnipsen verleitet und den man sich unbedingt bis zur nächsten Sixties-Revival-Party merken will, auf der alle entweder als Brigitte Bardot oder als Anthony Perkins verkleidet erscheinen. "The sun is an old friend" bremst ihn jedoch völlig aus, und auch der Titeltrack wirkt nicht bewusstseinserweiternd, sondern vielmehr einschläfernd. "Into the sunshine" rettet das Album kurz vor Schluss vor dem endgültigen Stillstand, sodass sich der letzte Song, "Your name is neverending", erschöpft ins Ziel schleppen kann. Im Fall von "From the valley to the stars" muss man sich leider eingestehen: Gut, dass es wenigstens noch diesen versöhnlichen Abschluss gefunden hat.

(Jennifer Depner)

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Highlights

  • Glory to the world
  • Somebody's baby
  • Into the sunshine

Tracklist

  1. Jubilee
  2. Glory to the world
  3. You can't steal a gift
  4. How did we forget?
  5. Inside the golden egg
  6. To give love
  7. Inner island
  8. Do not despair
  9. Somebody's baby
  10. The sun is an old friend
  11. Happiness won over me
  12. From the valley to the stars
  13. You belong to the sky now
  14. Into the sunshine
  15. Someday I'll understand (Love will be my mirror)
  16. Your name is neverending

Gesamtspielzeit: 43:07 min.

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