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Hot Water Music - Till the wheels fall off

Hot Water Music - Till the wheels fall off

Unter Schafen / Al!ve
VÖ: 13.06.2008

Unsere Bewertung: 6/10

Eure Ø-Bewertung: 8/10

Deine Stimme zählt

Hello again

Totgesagte oder besser Totgeglaubte leben bekanntlich länger. Zombies, The Rolling Stones und Howard Carpendale sind da mehr oder weniger lebende Beispiele und können ein Lied davon singen. Doch nicht nur die, Hot Water Music nämlich auch. Und wie sie das können! "I can close my eyes and see your lips move close to mine / Hear your words so crystal clear with your breath in my ear / This is where the time stops and this is where life starts." Hach! Da geht auch dem härtesten Rocker das Herz auf, wenn Chuck Ragan, Christ Wollard und ihre Mitstreiter zu den Mikros, Klampfen und Drumsticks greifen. Bei aller Härte: Herz war in Gainesville stets Trumpf.

Der Tatsache taten auch ein paar Jahre Unterbrechung und Zeitvertreib mit anderen Band- oder Soloprojekten keinen Abbruch. Hot Water Music sind zurück - zumindest auf der Bühne. Und um die Wartezeit auf ein wann auch immer erscheinendes, neues Album noch etwas zu verkürzen, legen die Herrschaften mit "Till the wheels fall off" einen dreiundzwanzigteiligen Rückblick vor, der nicht nur Komplettistenherzen höher im Takt schlagen lassen dürfte. Die Bezeichnung "Rest of" klingt zwar etwas negativ, umschreibt die vorliegende Eineinviertelstunde aber ansonsten recht passend. Abgesehen vom schmissig nach vorne rockenden und eingangs zitierten "Home", das als bisher unveröffentlicht für etwas Exklusivität sorgt, präsentieren Hot Water Music B-Seiten, Samplerbeiträge, Coverversionen und sonstige Raritäten.

Noch etwas aus den "The new what next"-Sessions gefällig? "Last goodbyes" frickelt sphärisch vor sich hin, während "Seein' diamonds" wunderbar seinen Platz auf "Caution" gefunden hätte, und es ein Rätsel bleibt, warum die intensive Midtempo-Nummer "So many days" von "A flight and a crash" geflogen ist. Wenn jemand in diesem Genre für Gefühlsechtheit steht, dann diese Jungs. Neben ihren Mitstreitern von Alkaline Trio, versteht sich. Von daher war eine gemeinsame Split-EP damals die logische Folge. "Radio" von AK3 oder HWM? Qualitätsunterschiede zwischen Original und Cover sind nicht vorhanden. Wenn jemand inbrünstig und zugleich saucool über Radios, Badewannen, Hunde und Rasierklingen singen kann, dann diese beiden Bands. Flotter geht's bei "God deciding" zu Werke. Hit!

Und sonst? "Moonpies for Misfits" wird ebenso aus der musikalischen Mottenkiste hervorgezaubert wie die Split-EP mit Leatherface. Dazu u. a. gelungene Remakes von "Jaded eyes" (Government Issues), das groovige "Dreamworld" (Midnight Oil), das arschtretende "Prince of the rodeo" der Turboneger und das mitgrölkompatible "No surrender" vom Boss. Hier und da hätten es auch ein paar Songs weniger getan, und man merkt zwischendurch, warum das Ganze dann doch eben "Rest of" ist. Schadet dem Gesamteindruck aber nicht die Bohne. Kein Rad ab.

(Jochen Gedwien)

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Highlights

  • Home
  • God deciding
  • Radio

Tracklist

  1. Kill the night
  2. Last goodbyes
  3. Seein' diamonds
  4. Home
  5. So many days
  6. God deciding
  7. Russian roulette
  8. Radio
  9. Bleeder
  10. Caught up
  11. Wrong and righteous
  12. Take it as it comes
  13. Wayfarer
  14. Jaded eyes
  15. Dreamworld
  16. Prince of the rodeo
  17. Moments pass
  18. Another way
  19. Moonpies for Misfits
  20. Wild in the streets
  21. The clampdown
  22. No surrender
  23. Springtime

Gesamtspielzeit: 74:36 min.

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