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Simian Mobile Disco - Attack decay sustain release

Simian Mobile Disco - Attack decay sustain release

Wichita / Cooperative / V2 / Universal
VÖ: 22.06.2007

Unsere Bewertung: 7/10

Eure Ø-Bewertung: 8/10

Deine Stimme zählt

Hülle, Hülle, Hülle

Als James Ellis Ford und James Anthony Shaw Ende der Neunziger damit anfingen, lustig kullernde Beats zusammenzulöten, hatten sie diebische Freude daran. Doch ehe sie sich versahen, fanden sie sich in einer Band namens Simian wieder, die mit "Chemistry is what we are" und "We are your friends" zwei großartige Alben rausgebracht hatte und auf irgendwelchen Rockbühnen schwitzte. Das war natürlich schon irgendwie toll. Aber ihren Spaß suchten Ford und Shaw trotzdem lieber wieder im Club. Und nennen sich seitdem Simian Mobile Disco.

Das sorgt mittlerweile für gehobene Augenbrauen. Weil Ford als Produzent der Arctic Monkeys (und der Klaxons. Und der Mystery Jets. Und Larrikin Love) entscheidend am andauernden britischen Indierocktumult mitbastelte. Weil die französischen Kollegen Justice ausgerechnet aus Simians "Never be alone" die Zappelbuden-Hymne der letzten Saison bauten. Und weil sich Simian Mobile Disco selbst mit lecker pumpenden Remixen von The Rapture, Klaxons oder The Go! Team mal eben mit an die Spitze des kunterbunten New-Rave-Gemenges setzten. Da kann "Attack decay sustain release" ja nur auf fruchtbaren Boden fallen.

Entsprechend knallen Simian Mobile Disco auch gleich die Filter durch. "Sleep deprivation" pumpt einen sturen Viervierteltakt mit Synthgeklicker und Sägezähnen auf. "I got this down" haut rechtwinklige Löcher in den Schaltkreisfunk der Achtziger. Und die Single "It's the beat" spielt Murmeln mit Proto-Techno, Big Beat, Kontinentalrave und Morsecodes. Das muss wohl dabei herauskommen, wenn ein umtriebiger Knöpfchendreher mit einem lötenden Hardwarefreak so ziemlich alle elektronischen Spielarten der letzten dreißig Jahre zusammenhaut.

Immer wieder piepsen, zwitschern und bollern die Synthesizer-Hüllkurven, die dem Album seinen Namen gegeben haben. Heiß und kalt, hoch und runter, kreuz und quer. Und obwohl Gitarren hier Hausverbot haben, rockt "Attack decay sustain release" wie Sau. "Hustler" tut unterkühlt, holt den Tanzschweiß aber noch aus der letzten Pore. Das nervöse "Tits & acid" blubbert seine Schaltkreise flüssig, bis die Sirenen jaulen. Mit "I believe" juchzt Ex-Kollege Simon Lord wieder einen seiner smoothen Songs. Und "Love" gockelt zu Slapbass und Neonlicht, als wären die Scissor Sisters noch in der Klosterschule. Da darf der letzte Track auch mal Blasen werfen. Aber nur der. Denn bei "Attack decay sustain release" liegt die Betonung definitiv auf dem ersten Wort.

(Oliver Ding)

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Highlights

  • Sleep deprivation
  • Hustler
  • I believe
  • Love

Tracklist

  1. Sleep deprivation
  2. I got this down
  3. It's the beat
  4. Hustler
  5. Tits & acid
  6. I believe
  7. Hotdog
  8. Wooden
  9. Love
  10. Scott

Gesamtspielzeit: 36:53 min.

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