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Architecture In Helsinki - We died, they remixed

Architecture In Helsinki - We died, they remixed

Moshi Moshi / Cooperative / Rough Trade
VÖ: 19.01.2007

Unsere Bewertung: 6/10

Eure Ø-Bewertung: 6/10

Deine Stimme zählt

Abenteuerspielplatz

Remixplatten sind eine Sache der Kleinigkeiten. Im Idealfall läuft es darauf hinaus, dass sich der engagierte Auftragskiller ein bestimmtes Detail des Originals rauspickt, vom Rest isoliert und drum herum einen Kessel Buntes zusammenschüttet, der am Ende nur noch in Ansätzen erahnen lässt, wo der Song ursprünglich herkam. Architecture-In-Helsinki-Platten allerdings sind auch eine Sache der Kleinigkeiten. Sie schwirren einem um den Kopf, brechen plötzlich aus scheinbar wasserdichten Formationen aus, seilen sich ab in eine andere Richtung und stellen sicher, dass aber auch noch der letzte Vielfraß satt wird, der sich ein Album dieser acht australischen Meisen anhört. Ein Kuchenstück aus "In case we die" zu mixen, in diesem Wirrwarr den Überblick zu behalten, das dürfte also zu den Achttausendern unter den Aufgaben für Song-Restauratoren gehören. 14 haben die Herausforderung angenommen.

Dass "We died, they remixed" für eine Remixsammlung ausgesprochen gleichmäßig aufgestellt wurde, ist schön, aber kein großes Kunststück - wenn sich der Verzicht auf rote Fäden schon wie ein roter Faden durchs Ausgangsmaterial zieht, können da auch die Leute mit den Laptops nicht mehr viel falsch machen. Prominenteste Teilnehmer dieser Dekorations-Bundesjugendspiele sind Londons Hot Chip, die putzig versuchen, "Do the whirlwind" in die Chill-Out-Lounge zu verschleppen, aber immer wieder miterleben müssen, wie ihnen der wendige, gewitzte Song ausbüxt. Ist aber kein Problem, kaum jemand hier hat es geschafft oder gewollt, den ursprünglichen Charakter aus den Stücken rauszukriegen, fast alles bleibt wiedererkennbar. Eine Schnitzeljagd wird das trotzdem werden. Wir schieben es auf "In case we die", wiederum, dem kann man alles anheften.

Ehrenurkunden gehen indes an Devendra Banharts ehemaligen Tourdrummer Yacht, der "Neverevereverdid" einer erfolgreichen Gesichtstransplantation unterzieht und die französischen Freak-Elektriker von Dat Politics, die schlau genug waren, das Tempo im eh schon hyperaktiven "Frenchy I'm faking" noch ein paar Km/h hochzumogeln. New Buffalo danken wir für Bläser und Barmann-Piano im sonst sehr verzwickten "The cemetary", "Wishbone" klingt in Franc Tetaz' Aloha-Version nach Bacardi-Feeling und Bingoabenden. Dass sich einiges auch verläuft, nicht jeder Remixer dem Overkill der Vorlagen gewachsen ist und Isans Panflöten-Massaker von "Rendezvous: Potrero Hill" eher ein Fall für die Beilagen-CD von "Esoteric Weekly" gewesen wäre, das verzeiht man gerne und gönnerhaft. Wenn sich eine 20-Mann-Expedition aufmacht, den Evererst zu erklimmen, erwartet ja auch kein Mensch, dass alle oben ankommen.

(Daniel Gerhardt)

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Highlights

  • Neverevereverdid (Cave rave remix by Yacht)
  • Frenchy I'm faking (Dat Politics remix)
  • The cemetary (Cemetary sass emerary mix by New Buffalo)

Tracklist

  1. Do the whirlwind (Safety Scissors remix)
  2. It's 5! (Poutine dream mix by 33hz)
  3. Wishbone (Franc Tetas remix)
  4. Neverevereverdid (Cave rave remix by Yacht)
  5. Frenchy I'm faking (Dat Politics remix)
  6. Tiny paintings (Remix by Squeak E. Clean & Koool G. Murder)
  7. The cemetary (Cemetary sass emerary mix by New Buffalo)
  8. In case we die (DJ Mehdi remix)
  9. Do the whirlwind (Hot Chip remix)
  10. Need to shout (Mocky remix)
  11. Maybe you can owe me (Wait and see remix by Qua)
  12. What's in store? (Up all night remix by Mountains In The Sky)
  13. Rendezvous Potrero Hill (Isan three point four five five mix by Isan)
  14. Like a call (Buy me now I'm cheap remix by Jeremy Dower)

Gesamtspielzeit: 58:10 min.

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