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Norma Jean - Redeemer

Norma Jean - Redeemer

Solid State / Century Media / Capitol / EMI
VÖ: 03.11.2006

Unsere Bewertung: 5/10

Eure Ø-Bewertung: 8/10

Deine Stimme zählt

Korinthenkacker

Irgendwas haben wir auch immer zu meckern. Einerseits ist uns hübsche Popmusik zu viel poppig, an einem anderen Tag kann der chaotische Krach nicht krachig genug sein. Und überhaupt ist uns Blau irgendwie viel zu blau, und Bands, die sich mit jedem Album nicht mindestens neu erfinden und alles revolutionieren, sind aus Prinzip sowieso scheiße. Alles klar? Schön. Über den Rest brauchen wir nämlich gar nicht erst reden, der interessiert uns nämlich einen Feuchten.

So weit, so gut. Stellt sich nur die Frage, was machen wir dann mit dem neuen Album von Norma Jean? Mit "Bless the martyr & kiss the child" gaben wir uns noch ganz zufrieden, auch wenn der jetztige The-Chariot-Frontmann damals noch klang, als habe er einen Trichter auf der Nase. Aber danach ging es schon wieder los: "O' god, the aftermath" hat einfach an allen und Ecken und Enden gequietscht, ohne wirklich richtig, also so richtig-richtig chaotisch sein zu können. Und "Redeemer" nun?

Auch hier wird ordentlich rumgefrickelt. "A temperamental widower" geht ordentlich nach vorne und driftet schön dissonant ab. Herrlich, so ist man das gewohnt. Doch zuvor wurde man schon kalt erwischt, denn schließlich hat man mit dem Namen "Norma Jean" eigentlich bis dato immer stressig-anstrengenden Hardcore verbunden. Aber das Bild muß nun etwas korrigiert werden, denn "Blueprints for future homes" und "A small spark vs. a great forest" erklingen melodischer als alles Vorherige zusammen. Und ganz abgesehen von der Eingängigkeit der Instrumentalabteilung, verwendet nun auch Cory Brandan viel viel öfter seine klare Gesangsstimme.

Ohne Frage, das ist eine klare Weiterentwicklung, die "Redeemer" mit Abstand zum vielseitigsten Norma-Jean-Album macht und zudem auch einige Überraschungen auffährt. Aber nun kommt doch wieder unser Meckerpart: Kann das alles sein? Und ist das überhaupt das Erstrebenswerte? Womöglich erstmal ja, denn auch soundtechnisch wurde dank Ross Robinson klar eine Schippe draufgelegt. Andererseits sicher nein, denn die Entwicklung hin zur coolsten sperrigen Band wurde damit etwas gedämpft, und die Karten für die tanzbarste Chaotenband müssen neu gemischt werden. Und dabei hatten Norma Jean den Sieg fast in der Tasche.

Letztendlich macht das die Geschichte auch so schwierig, daß trotz überzeugender Leistung und Entwicklung sich so ein Fünkchen fader Beigeschmack untermischt. Nicht daß die neugewonnenen Melodien stören würden, keineswegs. Es ist nur so, öhm, ja so daß ein Stückchen Eigenständigkeit wegzubrechen scheint. Aber vielleicht sehen wir das auch wieder nur zu verbissen. Irgendwie halt.

(Christoph Schwarze)

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Highlights

  • A temperamental widower
  • The end of all things will be televised

Tracklist

  1. A grand scene for a color film
  2. Blueprints for future homes
  3. A small spark vs) a great forest
  4. A temperamental widower
  5. The end of all things will be televised
  6. Songs sound much sadder
  7. The longest lasting statement
  8. Amnesty please
  9. Like swimming circles
  10. Cemetery like a stage
  11. No passenger: no parasite

Gesamtspielzeit: 41:46 min.

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