Jonah Matranga - There's a lot in here
Equal Vision / Cargo
VÖ: 10.03.2006
Unsere Bewertung: 4/10
Eure Ø-Bewertung: 7/10
Deine Stimme zählt
Fans only
Ach, der Jonah. Kennen wir, mögen wir. Oder? Für die ganz Uninformierten: Das ist das liebe Männchen hinter Far, New End Original, Onelinedrawing und Gratitude, das uns schon so unglaublich viel gegeben hat. Seine zumeist ziemlich tolle Musik, sein Lächeln, seine Hand auf Deiner Schulter. Mal Schwamm über die Geschichte mit Fort Minors "The rising tied" - das ist kurzum einer der tatsächlich Guten, die man ohne Vorbehalte total liebhaben darf. Quatsch, nee, streich das mal. Einer, den man eigentlich liebhaben muß. Das geht einfach aber auch überhaupt gar nicht anders. So.
Schnitt. Folgende Szene: Ein Wohnzimmer, irgendwo in Südkalifornien. Westküste, USA. Die Sonne scheint durchs Fenster. Matranga hat seine Gitarre umgeschnallt und macht jetzt mal was los da. Nein, der ist da nicht alleine. Sein Publikum hat er natürlich auch dabei. Jungens und Mädels fläzen sich auf Hockern und Boden, lauschen gespannt dem jungen Mann da vorne, der sein Ding durchzieht. Klampft, singt, greift hin und wieder zur Anlage hinter sich, um Samples dazuzuschalten. Dann passiert es: Ein Handy klingelt. Mitten während "Living small". Gelächter. Jonah grinst, die Sonne scheint weiter durchs Fenster. Und weiter geht's.
Szenewechsel. Wieder mal Kalifornien, wieder mal Westküste USA. Irgendeine Bühne, irgendein kleiner Club. Jonah schon wieder mit seinem Publikum. "Here's a beautiful song, it got me through some scary, scary things. So if it helps somebody else, then good. That's what songs are for. This song is called 'Hostage'." Jubel. Denn den kennen und lieben sie alle. Und dann steht der wieder da vorne, klampft, singt und erzählt, sucht immer wieder die Nähe zu seinen Zuhörnern. Gar keine Frage: Dieser Mann hat Spaß. Diese Menschen da vor ihm auch. Applaus und aus. Ja, dieses "There's a lot in here" hier präsentiert den Matranga pur. Und wirklich ziemlich ungeschminkt. Denn die Aufnahmequalität ist, um es noch sehr diplomatisch auszudrücken, mau.
Das ist ganz bestimmt so gewollt, ändert aber nichts daran, daß zumindest die CD aus diesem Package eigentlich nicht wirklich sehr reizvoll ist. Enthalten sind eben diese vorhin erwähnten zwei Momentaufnahmen aus dem Musikerleben Jonahs, einmal Club, einmal im kleinen Kämmerlein. Mal mit Band, mal mit ohne. Alles in dürftigem Klanggewand und mehr auch nicht. Nutzwert? Geht so. Und auf der DVD gibt es das Ganze in länger nochmal mit dem dazugehörenden Bildmaterial. Da können wir uns schon eher drauf einigen. Zugabe? Klar! "The volunteers", oder wie es Matranga selbst so schön nennt: "A movie of sorts". Das sind dann Kurzclips, wie zum Beispiel Homevideo-Montagen von Jonahs Opa oder auch mal Selbstgezeichnetes, untermalt von Matrangas doch zumeist ziemlich toller Musik. Kann man sich ansehen. Nur: Ein wirklicher Ersatz für den echten Matranga (Live! In Echt! Und Farbe!) ist "There's a lot in here" dann mal eher nich' so. Ach, der Jonah.
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Highlights
- Hostage
- Lukewarm
Tracklist
- Livin' small
- Bitte ein Kuss
- Smile
- Jul00 (Never run)
- Halo
- Better than this
- (Intro)
- A-L-L-Y-S-O-N
- Hostage
- Yr letter
- Lukewarm
- Crush on everyone
Gesamtspielzeit: 54:40 min.
Referenzen
Onelinedrawing; New End Original; Gratitude; Far; Walter Schreifels; Kevin Devine; Karl Larsson; The New Amsterdams; Dashboard Confessional; Jeff Caudill; Miracle Of '86; Limbeck; North Of December; Rival Schools; Further Seems Forever; Straylight Run; Noise Ratchet; I Can Make A Mess Like Nobody's Business; An Angle; The Get Up Kids; Elliott Smith; The Weakerthans; Death Cab For Cutie
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