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Moneybrother - Blood panic

Moneybrother - Blood panic

Burning Heart / SPV
VÖ: 29.03.2004

Unsere Bewertung: 7/10

Eure Ø-Bewertung: 6/10

Deine Stimme zählt

Geld oder Liebe

Es mag ja schlimm gewesen sein. Aber so schlimm war es nun auch wieder nicht. Obwohl nur noch eine Handvoll Musikvideos gezeigt wurde und die meistens ganz großer Scheiß waren, gab es immerhin ein definitives Flimmerkisten-Highlight auf VIVA zu bestaunen: die Karaoke-Einlagen von Moneybrother Anders Wendin für Sarah Kuttners Sarah-Kuttner-Show. Es war wirklich zum Schreien komisch, wie der kleine Schwede seine bierlaunigen Versionen von Evergreens wie "I will always love you" vor, über und am Original vorbeisang. Weil der Kerl aber gleichzeitig mehr Soul auf den Stimmbändern hat als ein ganzer Gospel-Chor, war es auch immer wieder zum Heulen schön. Und man wollte diese Platte haben.

Diese Platte heißt "Blood panic" und kommt bei Burning Heart, was gut ist, weil der Moneybrother tatsächlich knietief im eigenen Herzblut hockt und sein Herz fürwahr ganz lichterloh in Flammen steht. Ein Lamentierer ist er, ein Trauerkloß und Miesepeter, der gerne erzählt von seinen vielen Frauengeschichten, die selten gut ausgehen. Schon "Reconsider me", sein Frühphasen-Bruce-Springsteen-Superhit stimmt zum Plattenbeginn das hohe Lied auf die Wiedervereinigung an. "It's been hurting all the way with you, Joanna" ergeht es zwischen Bläsern, Streichern und Herztümmern kaum besser. Und der Eisschrank-Funk von "Don't call the police" läßt Jamiroquai und Konsorten vor lauter Verzweiflung mächtig alt aussehen.

Anders Wendin will aber nicht immer nur reden, der steckt auch schon mal gerne einen weg. Und weil das so ist, wissen er und seine Leute, die sonst bei The Soundtrack Of Our Lives dabei sind, wie man die Sau losleint. Und "Blood panic" ist folglich nicht bloß grandios dahergecroonte Soul-Musik für Leute, die sonst keine Soul-Musik hören. Es ist auch Spaß an der Freude, in jeder Stellung tanzbar und nicht zuletzt eine ganz und gar idiotensichere Hitrevue, die Lenny Kravitz im Vorbeigehen überflüssig macht. Und Justin Timberlake in arge Erklärungsnöte bringt. Ein blasser Kerl mit Starkstromlocken schüttelt sich mit einer Platte alles aus den Ärmeln, was Ihr seit Jahren nicht gebacken kriegt? Manchmal ist das Leben herrlich gemein.

(Daniel Gerhardt)

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Highlights

  • Reconsider me
  • It's been hurting all the way with you, Joanna
  • Positive vibrations
  • Don't stop

Tracklist

  1. Reconsider me
  2. It's been hurting all the way with you, Joanna
  3. Don't call the police
  4. Keep the hurt at bay
  5. The pressure
  6. Positive vibrations
  7. Golden lonely
  8. Don't sop
  9. Feelings getting stronger in the dark
  10. Can't stop
  11. Stormy weather

Gesamtspielzeit: 40:14 min.

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