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John Frusciante - Inside of emptiness

John Frusciante - Inside of emptiness

Record Collection / Warner
VÖ: 25.10.2004

Unsere Bewertung: 7/10

Eure Ø-Bewertung: 8/10

Deine Stimme zählt

Can't stop

Uns würde ja mal interessieren, was John Frusciantes Frau eigentlich davon hält. Tag für Tag von früh bis spät hat ihr Ehemann nichts als Musik im Kopf, hängt mit seinen komischen Kumpels im Tonstudio ab und nimmt einen Song nach dem anderen auf. Und wenn er die Gitarre dann überhaupt mal beiseite legt, tut er das höchstens, um neugierigen Fragestellern zu erzählen, daß ihn eben nichts anderes interessiere. Ein wirklich rührender Liebesbeweis also. Und man kann demnach nicht ganz sicher sein, ob Frau Frusciante besonders erfreut ist über "Inside of emptiness", das vierkommafünfte von fünfeinhalb Alben, die ihr Ehemann dieses Jahr veröffentlicht. Das nächste übrigens schon vier Wochen danach. Was uns aber angeht, wir sind immer noch cool damit.

Nachdem sich John ja zuletzt mit seinem freischwebenden Ataxia-Projekt noch um mäßig spannende Sponti-Jam-Sessions gekümmert hatte, findet "Inside of emptiness" nun zum Song zurück. Und geht dabei erstaunliche Umwege über 90s-Indie-Rock, rumpelnden Punk und sogar giftigen Garagen-Rock. Schon die zielbewußten Lärmereien aus dem Opener "What I saw" geben der Gitarre wieder entschiedener die Sporen, während "Inside a break" in den letzten 30 Sekunden von einem zerschossenen Solo dahingerafft wird. Auch das folgende "A firm kick" hat solche Momente, in denen sich John an seinem Parade-Instrument nicht mehr halten will. Und trotzdem rückt es doch eine weitere Seite von "Inside of emptiness" ins rechte Licht.

Denn auch mit dieser Platte wird wieder klar, daß John Frusciante seine Melodie-Speicher noch lange nicht entrümpelt hat. Simple Träumereien wie "I'm around" und abgestürzte Balladen wie "Scratches" zeigen wieder mal, daß seine Lieder immer dann am schönsten sind, wenn sie beinahe vollends sich selbst überlassen werden. Andererseits hat es natürlich auch seinen Reiz, Omar Rodriguez-Lopez dabei zuzuhören, wie er in "666" den Hard-Rocker raushängen läßt. Was auch immer Frusciante und seine Freunde also mit ihrer Narrenfreiheit anstellen, es hat weiterhin Hand, Fuß und Flausen im Kopf. Ein lange gestandener Star holt seine Indie-Phase nach. Und es gibt auch auf der vierten Platte immer noch nichts daran auszusetzen.

(Daniel Gerhardt)

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Highlights

  • A firm kick
  • I'm around
  • Scratches

Tracklist

  1. What I saw
  2. The world's edge
  3. Inside a break
  4. A firm kick
  5. Look on
  6. Emptiness
  7. I'm around
  8. 666
  9. Interior two
  10. Scratches

Gesamtspielzeit: 39:31 min.

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