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Therapy? - Never apologize, never explain

Therapy? - Never apologize, never explain

Spitfire / Eagle Rock / Edel
VÖ: 27.09.2004

Unsere Bewertung: 4/10

Eure Ø-Bewertung: 7/10

Deine Stimme zählt

Gesundheitsreform

Die Gesundheitsreform erhitzt die Gemüter. Und mit ihr insbesondere die Frage nach dem Zahnersatz. Das mag die mutmaßlich noch bißfesten Leser dieser Seite kalt lassen, da sich sowieso noch einige Reformrunden anschließen werden und heute noch niemand sagen kann, wie es mit den "Dritten" in x Jahren bestellt sein wird. Für den Plattentests.de-Leser stellt sich aus aktuellem Anlaß aber die Frage, wie das eigentlich im irischen Gesundheitswesen geregelt ist. Alles gut auf der grünen Insel? Und wenn nicht: Haben Andy Cairns und seine Mannen eine private Zusatzversicherung?

Die werden die Herren nämlich brauchen, so zahnlos wie sich das neue Album "Never apologize, never explain" anhört. Da schlägt jeder Musikdentist die Hände über dem Kopf zusammen. Schon der Opener läßt Übles ahnen. Eigentlich war der erste Track eines Therapy?-Albums bisher immer eine Bank. "Rise up" hingegen ist höchstens eine Parkbank, auf der Frührentner sitzen und von besseren Zeiten träumen. Klar, das ist schon Rock, was uns die Iren hier auftischen, aber beileibe nicht mehr wirklich frisch. Der Refrain leiert irgendwie ein wenig vor sich hin und die Strophe ist schon gar nicht mit dem Prädikat "originell" zu verzieren. Na gut, abgehakt, warten wir mal, was der nächste Titel so bringt. Noch besteht der feste Glaube an den echten Therapy?-Kracher.

Die Geduld des Fans wird auf eine harte Probe gestellt. Und das nicht alleine durch die rumpelnde Produktion, die mehr nach Ärgernis als nach Garage klingt. Auch "Die like a motherfucker" entpuppt sich als Rohrkrepierer ohne rechten Biß, während "Perish the thought" vor allem als hemmungsloses Selbstplagiat auffällt. Erst bei "Here be monsters" flammt zum ersten Mal ein kleines Licht im Auge des Hörers auf. So, geht doch. Angriffslustig, treibend und mit diesem speziellen Grinsen in der Stimme machen Therapy? endlich Lust auf mehr. Dieser Track hätte sich auf "High anxiety" im Mittelfeld behaupten können.

Auf "Never apologize, never explain" bleibt er einsame Spitze, einsam im wahrsten Sinne des Wortes. Der Verdacht keimt auf, daß sich die Band mit dem Albumtitel direkt trotzig an den enttäuschten Hörer wendet. Erklären kann man diesen Aussetzer wohl wirklich nicht. Mit einer Entschuldigung ist wohl auch nicht zu rechnen. Jetzt bleibt nur noch die Hoffnung auf eine saftige Wiedergutmachung. Live, auf der Bühne. Und nach der Tour gehen wir bitte alle zum Zahnarzt. Eine Rundumsanierung bitte.

(Rüdiger Hofmann)

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Highlights

  • Here be monsters

Tracklist

  1. Rise up
  2. Die like a motherfucker
  3. Perish the thought
  4. Here be monsters
  5. So called life
  6. Panic
  7. Polar bear
  8. Rock you monkeys
  9. Dead
  10. Long distance
  11. This ship is sinking
  12. Save the sermon
  13. Last one to heaven

Gesamtspielzeit: 39:36 min.

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