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Onelinedrawing - The volunteers

Onelinedrawing - The volunteers

Jade Tree / Cargo
VÖ: 22.03.2004

Unsere Bewertung: 5/10

Eure Ø-Bewertung: 8/10

Deine Stimme zählt

Streichelholz

Jonah Matranga. Ein Mann, viele Gesichter. Zunächst Far, die mit "Water and solutions" schon Musikgeschichte geschrieben haben, als wir alle noch nicht einmal wußten, wie man "Emo" schreibt. Dann die inzwischen wohl hoffnungslos zerstrittenen New End Original, deren "Thriller" vermutlich ihr einziges Album bleiben wird. Neuerdings Gratitude, die das Erbe von New End Original anzutreten scheinen und uns hier ihren ersten Gehversuchen lauschen lassen. Und immer wieder Onelinedrawing, das Soloprojekt.

Jonah Matranga. Ein kleiner Mann, eine große Stimme. Man glaubt gar nicht, wie viel Sehnsucht auf ein paar Stimmbändern zum Schwingen gebracht werden kann. Auf "The volunteers" bekommt sein Organ Gesellschaft. Denn anders als auf dem Vorgänger "Visitor" beschränkt sich Jonah nicht länger auf Wohnzimmerinstrumentierung, sondern fährt zusammen mit allerlei musikalischen Gästen jede Menge Keyboards und Effektgeräte auf, die sich unaufdringlich zu Gitarre und Stimme dazukuscheln.

Jonah Matranga. Ein Mann, so viel Feuer. Auch auf "The volunteers" sprühen mitunter wieder die Funken, an die sich jeder erinnert, der den Anderthalb-Meter-Mann schon einmal live gesehen hat. Eine Intensität, die man nicht in Worte fassen kann und die er bislang in die Konserve jedes seiner Alben retten konnte. Und die sich nun sogar im erhellenden Artwork von "The volunteers" niederschlägt: der schönste Digipak seit langer Zeit, mit liebevoll gestaltetem Booklet und ausführlichen Linernotes von Geoff Rickly (Thursday). Ein berühmter Fan von Jonah Matranga, aber beileibe nicht der einzige.

Jonah Matranga. Ein Mann, everybody's darling. Für "Stay" möchte man mal wieder laut Aufjauchzen und ihm einen Schrein bauen. Ein Song wie der Sonnenaufgang nach der Nacht, in der alles zusammengebrochen ist. "Honestly, I wouldn't say this again. Stay." Wo sind die Taschentücher? Ach ja, hier. Leider läßt sich schwer in Worte fassen, wieso "The volunteers" doch nur selten so zündet wie das Streichholz auf dem Cover. Wahrscheinlich, weil abgesehen von jenem "Stay" die Songs fehlen, die Matrangas Gefühle auch für uns fühlbar machen. "I never wanna be lukewarm again", nahm er sich unlängst noch vor. Und kann es doch nicht einhalten. Was bleibt, sind nur ein paar einzelne, verhuschte Funken, die auf der Haut verglühen. Langsam, ganz langsam.

(Armin Linder)

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Highlights

  • Stay
  • We had a deal

Tracklist

  1. New York
  2. Over it
  3. A ghost
  4. Superhero
  5. Stay
  6. We had a deal
  7. Oh, boys
  8. Livin' small
  9. Believer
  10. Portland
  11. As much to myself as you

Gesamtspielzeit: 38:17 min.

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